Wer seine Steuererklärung abgeben muss, stellt sich die Frage: Soll ich hierzu einen Steuerberater engagieren oder die Arbeit lieber selbst übernehmen? Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Ein Steuerberater kostet Geld, erspart einem aber auch eine Menge Zeit. Wer seine Formulare selbstständig ausfüllt, muss zumindest beim ersten Mal mit einem hohen Arbeitsaufwand rechnen und wird mangels Sachkenntnis eventuell nicht alle Abschreibungsmöglichkeiten nutzen können. Andererseits ist auch ein Steuerberater kein Garant für eine Ersparnis, schließlich will der Mann sein Können und seine Zeit ja auch bezahlt haben. Bei umfangreichen Unternehmensbilanzen kommt man ohnehin nicht ohne professionelle Hilfe aus. Doch bei niedrigeren Einkommen und auch bei Selbstständigen am Anfang der Karriere lohnt sich meist das Selbermachen. Das spart nicht nur Geld, man verschafft sich zugleich einen guten Überblick über Einsparpotenziale und die Entwicklung des eigenen Unternehmens.
Zunächst besorgt man sich die benötigten Formulare beim Finanzamt. Wichtig: Zu jedem Formular gibt eine Anleitung mit Ausfüllhinweisen. Formulare und Anleitungen können mittlerweile auch direkt vom Server des Finanzamtes heruntergeladen werden.
Wertvolle Hinweise zu Abschreibungen, Höchstgrenzen und Pauschalen sind in Ratgeberbüchern zu finden, die in Buchhandlungen bestellt oder in Bibliotheken ausgeliehen werden können. Viele Steuerpflichtige haben auch gute Erfahrungen mit Softwarelösungen gemacht. Hier gibt es mittlerweile ein umfangreiches Angebot an teils kostenpflichtigen, teils gratis erhältlichen Programmen. Ein Vorteil dieser Software ist es, dass die Angaben des Benutzers meist schon bei der Eingabe auf Tippfehler und Plausibilität geprüft werden.
Ohne Zeitaufwand und Lernbereitschaft ist das jedoch nicht zu leisten. Wer seine Steuererklärung zum ersten Mal ausfüllt, muss sich dabei zumindest mit den Grundlagen des Steuerrechts vertraut machen. Dieses Wissen jedoch erleichtert einem das Ausfüllen der Steuererklärung des nächsten Jahres ungemein. Und noch ein Tipp: Fragen kostet nichts. Die Finanzämter sind verpflichtet, den Bürgern Auskunft zu geben.